Deutscher Soldatenfriedhof Menen

1914-1918


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Aus "Auf Flanderns Feldern gefallen" - Werner Sendker

"...wie Heinrich zu Tode kam. Als erste Version bietet sich die offizielle Todesnachricht an die Familie Sendker an. Danach erhielt Heinrich einen Kopfschuss, der den Tod sofort zur Folge hatte. Die andere Version sieht so aus, dass Anfang der Dreißiger Jahre ein Mann auf dem Hof Sendker erschien, der sich als ehemaliger Kamerad von Heinrich ausgab. Er berichtete meinem Großvater Bernhard, dass Heinrich einen Bauchschuss erhalten habe und im vollen Bewusstsein verstorben wäre. Er sei die ganze Zeit bei ihm gewesen und habe noch mit ihm über Ostbevern, seine Heimat, sein Elternhaus und die Familie geredet. Heinrich sei qualvoll auf freiem Feld gestorben, und er wäre geblieben und hätte ihm die letzte Ehre erwiesen...."

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Das Grab Heinrichs unmittelbar nach seinem Tod. Links vom Kreuz: Bernhard Lauvers.

(Bernhard Lauvers Unteroffizier - gef. 4 Mai 1917 - ruht auf der Kriegsgräberstätte in St. Etienne-à-Arnes) 


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Werner Sendker: "Auf dem Friedhof Koelberg war der Name auf dem Grabkreuz richtig geschrieben. Als die Umbettung nach Menen erfolgte, hat man hier einen Fehler gemacht. Die Umbettung wurde damals von einer französischen Firma vorgenommen. Den Franzosen wird der Fehler wohl nicht aufgefallen sein. Die Deutschen haben es dann so übernommen. Als ich den Friedhof Menen das erste Mal besuchte habe ich es sofort bemerkt. Es war für mich ein ziemlich großer Aufwand den Friedhofsbetreiber „Die deutsche Kriegsgräberfürsorge“ dann dazu zu bewegen, das Epitaph auf den Grabstein zu ändern."